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Geführte Wanderung: Naturnahe Waldbewirtschaftung!


© B.Unbescheid
Müllerhausen bei Blankenhain, 13.07.2019
Bereits seit Generationen werden die Wälder durch die Forstwirtschaft nachhaltig genutzt. Nur so kann das Ziel der Erhalt der vielseitigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Waldfunktionen erreicht werden.

Im Thüringer Forstamt Bad Berka werden die Bestände rund aller fünf Jahre nachhaltig gepflegt. Damit wird gewährleistet, dass der Wald genügend Zeit hat, sich zu entwickeln. Holzreste von Baumkronen, und Ästen verbleiben im Wald und dienen vielen geschützten Tierarten als Lebensgrundlage und stehen dem Wald nach deren Zersetzung als Humus zur Verfügung.
Von all dem konnten sich die 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der geführten Wanderung rund um Müllershausen persönlich überzeugen. Fach- und sachkundig erläuterte Forstamtsleiter Jan Klüßendorf aber auch die aktuellen Probleme. Von Trockenheit und Stürmen gestreßter Wald wird verstärkt von Schädlingen befallen. Betroffen sind vor allem die Holzarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche.

Eine wichtige Funktion des Waldes ist Raum für Freizeit, Erholung und Bildung zu schaffen. Im Forstamt wird dies vor allem für die Jüngsten Besucher sehr gut organisiert. Mit dem „Waldpädagogischen Stützpünktchen“ und einem Walderlebnispfad „Auf dem Weg zum Dauerwald“ besteht im Revier Reisberg die Möglichkeit, dass Schulklassen, Wandergruppen und Familien den Wald auf eigene Initiative entdecken können.
Interessant waren die Besichtigung des künstlichen Wasserspeichers Mechelroda-Pinkau, der zu Vorwendezeiten für die Beregnung landwirtschaftlicher Flächen angelegt wurde. Das Wasser wird dazu von Mechelroda auf den Berg gepumpt. Zum Abschluss statteten einige der Teilnehmer noch dem Carolinenturm einen Besuch ab.

Wieder einmal bestätigten alle Teilnehmer, das Motto von ThüringenForst

„Wir machen den Wald. Für Sie!“

ist keine leere Worthülse.