die Mitglieder im Handwerk


Die Kollegen und Kolleginnen in der Fachgruppe Handwerk haben am 15.9.2012 ihren Fachgruppenvorstand gewählt

VorsitzenderKlaus Hering
Meiningen-Helba
03693-710317
vice-hering@gmx.de

Termine

Sind im Terminkalender des Bezirksverbandes eingetragen.
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Aktuelles

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Stellvertretender VorsitzenderPeter Hopf
Ilmenau
03677-883856
peter.hopf@t-online.de
BeisitzerKlaus-Dieter Kobold
0160-2028691 oder 0177-1428096
klaus-d-kobold@web.de
Beisitzer Günther Schmidt
Hörselberg-Hainich
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BeisitzerPhilipp Giertz
Marksuhl
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giertzphi@web.de

Bericht über den Deutschen Handwerkskammertag 2013 in München

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

zurückgekehrt von München, mit allen Eindrücken sowie Erkenntnissen, vor allem aber mit dem Bauch voller Wut! Was sich im ZDH dargestellt hat, ist aus meiner Sicht und ich denke auch nach Meinung von den meisten anwesenden Vizepräsidenten skandalös. Was hier verkündet wurde, als Forderungen des Handwerks, trifft nicht einmal l00%tig die Meinung der Arbeitgeberseite.
Ich habe diese Forderungen an die zukünftigen Bundestagsabgeordneten und die daraus erwarteten Entscheidungen später als Abgeordnete, als Rückfall in die Mottenkiste des vermiesten Uralthandwerkes aufgenommen und als kontraproduktiv zur laufenden Imagekampagne des Handwerkes! Wie soll hierbei Zuversicht der Handwerksbeschäftigten entstehen und was soll junge Leute dazu bringen ihre Zukunft dem Berufsleben im Handwerk zu widmen?
Was da Otto Kenzler verkündet hat als Forderungen des Handwerkes sind aus meiner Sicht nur die Meinung von einem Zehntel der dem Handwerk zugehörigen Personen. Das diese "Forderungen" an uns Arbeitnehmern vorbei (soll ich sagen vorsätzlich) geschleust wurden, zeugt von der Wertschätzung, die uns insgeheim von Funktionären des Handwerks, vielleicht auch noch von manchen Handwerkern zuteilwird.
Ich habe mit mir gekämpft, nicht gleich nach München dieses Schreiben anzugehen. In meiner Wut und Empörung wollte ich noch ganz anders formulieren. Aber ich habe mich inzwischen soweit wieder runter gefahren, um nichts Unvorsichtiges zu schreiben.
Wie hätte es richtig laufen müssen?
Ich verkneife mir alle rechtliche Titel hier zu wiederholen, sondern schreibe, was ich als Selbstverständlichkeit ansehe. Im DHKT-Vorstand spricht man mit allen Mitgliedern.
Es wird sich verständigt welche Vorstellungen von allen Vorständen mitgetragen werden. Alle Punkte die nicht konsensfähig sind, werden entweder fallengelassen oder als Teilvotum formuliert, dann aufgenommen. Über andere Vorstellungen hat dann auch niemand das Recht noch nachträglich Änderungen vorzunehmen oder gar zu streichen. Auf jeden Fall müssen unterschiedliche Werte oder Forderungen auch den Zielvorstellungen der Beteiligten zuzuordnen sein. Das vorsätzliche "außen vor" hat für mich in dieser Sache nur ein weiteres Mal gezeigt, wie viel wahres Miteinander in den Handwerksorganisationen wirklich gemeint oder gelebt wird.
Es soll mir niemand kommen, ich würde die Einigkeit, die für das Handwerk doch so wichtig ist, stören. Da ist in München viel Schlimmeres vorgeführt worden. Genauso bedenklich ist auch bei der ganzen Chose der Fakt, in die bestehenden sozialen Sachstände einzugreifen. Die sind wahrlich nicht als Geschenke zu Weihnachten jemals vom Himmel gefallen. Soll die Politik richten, was die ja so „Christlichen Gewerkschaften“ als Deregulierung schon in vielen Jahren gerade im Handwerk praktiziert haben? Nicht wir Arbeitnehmer sind das Hauptproblem, nein das wesentlich schlimmere ist die Zerrissenheit im Handwerk selbst. Daran hängen doch die Fragen der Schmutzkonkurrenz, der Ausschluss bei Ausschreibungen, die Geschäftsunfähigkeit der meisten Innungen und und ...

Das alles wisst Ihr ja selber. Trotzdem sollten wir nach München nicht so tun als wäre es wieder so, wie vor München. Wenn wir also nicht in den Handwerksorganisationen als Juniorpartner erwünscht waren, könnte ich mir vorstellen, nun gerade unsere Forderungen aufzustellen, in der Öffentlichkeit und den Wahlveranstaltungen, klar und abgrenzend, also als Forderungen von uns Arbeitnehmervertreter des Handwerks - für unsere Kollegen und alle Lehrlinge im Handwerk gemeinsam einzufordern.
Dieses natürlich nicht nur weil im Herbst Bundestagswahl ist. Wir brauchen mehr Raum, in dem wir uns artikulieren sowie auch darstellen sollten.

Wie seht IHR das?

Grüße aus Thüringen!
Klaus Hering

Meiningen am 15.03.2013